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07.07.2007 11:22
Ich finde es traurig, dass sich Menschen in die Kirche setzen, sich Gott unterwerfen und glauben er hilft ihnen dafür. Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner. Statt an ihre eigenen Fähigkeiten zu glauben, die Fähigkeit sich selbst helfen zu können, beten sie Gott an, den Allmächtigen, unsern Herrn. Wir sind unser eigener Herr. Aber wer glaubt das? Es gibt Menschen, deren Meinung es ist, Gott gäbe ihnen Kraft. Doch ist es nicht Gott, der ihnen Kraft gibt sondern der Glaube. Ich finde es traurig, dass Menschen einen Gott brauchen um an ihre eigenen Kräfte zu glauben. Ich brauche keinen Gott. Ich glaube an meine Kräfte, habe die Energien um mich oft gespürt und nie das gefühl gehabt irgendein Gott hätte etwas damit zu tun. besser macht. Gäbe es einen Gott, müsste diese Welt gerechter sein. Es müsste EINE Welt geben. Es müsste jeder in DIESER Welt, nicht in seiner eigenen leben und nicht durch Schiksalsschläge in eine andere Welt geworfen werden. Ich bin manchmal froh an Krebs erkrankt zu sein und somit in eine andere Welt geworfen worden bin, denn sonst wäre ich nicht zu dieser Erkenntniss gekommen. Ich hätte wahrscheinlich das selbe Denken wie viele andere normale Menschen. Jetzt bin ich einzigartig. Durch meine Einzigartigkeit, aber auch einsam. Nur in Innsbruck, in der Klinik, fühle ich mich unter meines Gleichen. Ich habe mich mit den Müttern angefreundet und jedes mal wenn ich die Klinik betrete, hoffe ich, das all ihre Kinder noch am Leben sind. Ein guter Freund sagte eimal zu mir, es gäbe Menschen, die einem einfach gut tun. Sie müssen nichts dfür tun, kein Wort sprechen, einfach nur in der Nähe sein. Ich habe in diesem Moment gedacht, wie gerne ich auch so ein Mensch wäre. Für einige Mütter in Innsbruck bin ich so jemand. Sie selber haben es mir gesagt. Ich habe es nicht verstanden, trotzdem hat es mich glücklich gemacht. Außer meiner Mutter und meinem Bruder kann mir niemand dieses Gefühl von Geborgenheit geben wie ich es von den Müttern in Innsbruck kenne, wie ich es von Christina, der Frau, die sagt sie lerne von mir und meint ich bringe Hoffnung, wenn ich die Station betrete. Ich bin für sie der lebende Beweis dafür, dass alles möglich ist. In meinem ganzen Leben, sofern ich eine Zukunft habe, werde ich Christinas Art mich anzusehen niemals vergessen. Ich hoffe ihre Tochter wird wieder gesund, obwohl es mir schwer fällt, sich jemand, der solange in dieser anderen Welt gefangen ist, im normalen Alltag vorzustellen. Und ich weiß, dass es nicht einfach ist in dieser normalen Welt, unter diesen normalen Die ganze Zeit ihre perfekten Körper in ihren perfekten Leben zu sehen. Wir müssen zufrieden sein, sind wir nach einer solchen Krankheit überhaubt noch am leben, egal wie und mit welchen Folgen. Müsste jemand, der diese andere Welt nicht kennt, mit unseren Körpern, Gefühlen und Erinnerungen leben, würde er begreifen, dass nichts selbsverständlich ist.
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